Die sizilianische Küche

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In Italien neigt jede Region dazu, sich hervorzutun, aber abgesehen vom Regionalstolz wird die sizilianische Gastronomie einstimmig als höchster Ausdruck der italienischen Küche angesehen. 
Nicht von ungefähr entstand hier das italienischste aller Gerichte, nämlich die Pasta, lange bevor Marco Polo sie aus China importierte.

 

Pasta alla Norma

 

Die sizilianischen Vorspeisen sind so ausgefeilt, dass sie einer vollständigen Mahlzeit gleichen. Ein Beispiel dafür ist die caponata, ein traditionelles Auberginen-Gericht. Insgesamt überwiegt bei den Vorspeisen das Gemüse in den unterschiedlichsten Zusammenstellungen, die den Geschmack der einzelnen Zutaten betonen.
 

 
In den ersten und zweiten Gängen werden Boden- und Meereserzeugnisse auf einzigartige Weise miteinander kombiniert. Aus Sizilien kommen einige der beliebtesten Gerichte der italienischen Küche wie die Pasta alla Norma und die Pasta mit Sardinen. Unter den Fischen stehen Thunfisch, Schwertfisch und Sardinen im Mittelpunkt.
Die Süßspeisen sind das Aushängeschild der sizilianischen Tradition: cannoli, cassata, Marzipanobst und Granita sind unvergleichliche Spezialitäten der reichen italienischen Gastronomie.


Cannoli Siciliani

 

Geprägt ist die sizilianische Küche durch Fisch, Gemüse und Olivenöl, frittierte sowie süßsaure Zubereitungen und die häufige Verwendung von Trockenobst. Weitere Merkmale, die allen sizilianischen Gerichten gemeinsam sind, sind ihre Vielfalt und Veränderlichkeit. So gibt es von den einzelnen Gerichten unzählige Abwandlungen je nach geografischer Gegend und der Reichhaltigkeit, die man ihnen verleihen will.
 
Der außerordentliche Reichtum der sizilianischen Küche ist eine Hymne ans Mittelmeer, worin sich die kulturellen Überlagerungen ausdrücken, die Jahrhunderte der Geschichte Siziliens geprägt haben.
Bevor diese beeindruckende Verbindung von Aromen und Farben zur Mode wurde, hat sie die ausgewogenste Fusionsküche der Welt hervorgebracht: ein unerreichbarer Ausdruck der Mittelmeerküche, die von der UNESCO sogar in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.

 

Caponata


Von den Vorspeisen bis zum Dessert sind die sizilianischen Gerichte Vorbilder an Komplexität, die eine lange Vorbereitung erfordern. Das Haus ist der Tempel, in dem dieses langwierige Ritual statthat. Die Zubereitung der Speisen ist ebenso heilig wie ihr Verzehr. Um den gedeckten Altar nehmen Gastgeber und Tischgenossen Platz und bilden die klassische erweiterte Familie Süditaliens, in der sich nahe und fernere Verwandte, Freunde und Bekannte zur Kernfamilie hinzugesellen.

Die Besonderheit der sizilianischen Kochkunst besteht darin, dass sie ihre Vielfalt nicht nur bei Tisch ausdrückt, sondern auch auf den Straßen. Die Via del Plebiscito ist eine Straße in Catania die besser bekannt ist unter dem Namen via della carne (Fleischstraße); in Syrakus, wird neben cannoli und cassata die cuccìa, eine Süßspeise aus Korn und Ricotta angeboten; hinter den orientalischen Riesenmetropolen rangiert Palermo an fünfter Stelle, was die Vielfältigkeit des Streetfood-Angebots betrifft.
 

Arancini


Mit arancini, Brot und panelle, pizze fritte, dem legendären “pani ca meusa” (Brötchen mit Milzstückchen) und unzähligen Köstlichkeiten, welche die farbenfrohen Stände der Verkäufer füllen, ist Sizilien mit anderen Worten das Reich des mediterranen Streetfood. Unschwer werden Sie dieses Merkmal, das Ihre Spaziergänge durch die sizilianischen Städte zu einem einzigartigen Erlebnis macht, bei Ihrem Sizilienurlaub entdecken.

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