UNESCO-Welterbestätten in Sizilien

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Die erste Liste der UNESCO Welterbestätten stammt aus dem Jahr 1978. Bis 2012 wurden 962 Stätten anerkannt, die unterteilt sind in Kulturdenkmäler, Naturdenkmäler und sowohl als Kultur- wie als Naturdenkmäler geführte Stätten. Italien ist mit seinen 48 Welterbestätten das Land mit den meisten Einträgen, gefolgt von Spanien mit 44 und China mit 43.

Sizilien, in aller Welt für seine historisch bedeutsamen Kulturschätze und sein Naturerbe bekannt, ist auf der Welterbeliste mit sechs Stätten vertreten:

 

1) Die Archäologischen Stätten von Agrigent, aufgenommen im Jahr 1997

Valle dei Templi
Das im VI. Jahrhundert v.Chr. gegründete antike Agrigent war eine der wichtigsten Städte des Mittelmeers. Die gut erhaltenen dorischen Tempel sind ein besonders beeindruckendes Zeugnis der griechischen Kultur auf Sizilien. Ihre gewaltigen weißen Umrisse, die das Tal beherrschen, zeugen von der Macht und Größe der damaligen Stadt.


2) Villa Romana del Casale, aufgenommen im Jahr 1997

Mosaici Villa Romana
Die in der Contrada Casale am Fuß des Monte Mangone gelegene spätrömische Villa wurde im III. – IV. vorchristlichen Jahrhundert errichtet und ist ein herausragendes Beispiel für eine römische Luxusvilla. Die außergewöhnliche Schönheit und künstlerische Qualität der Bodenmosaike, welche die Villa schmücken, veranschaulichen deren Größe und Bedeutung.


3) Die Äolischen Inseln, aufgenommen im Jahr 2000

Isole Eolie
Die sieben der Nordküste Siziliens vorgelagerten Inseln, die den Archipel bilden (Panarea, Stromboli, Vulcano, Alicudi, Filicudi, Lipari und Salina), sind alle vulkanischen Ursprungs und von der Hauptinsel durch 200 Meter tiefes Wasser getrennt. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Äolischen Inseln zwei Arten von Eruptionen (den Vulcano-Typ und den Stromboli-Typ) hervorgebracht und der Vulkanologie Gelegenheit zur Bereicherung und Vertiefung ihrer Studien und Kenntnisse geboten.


4) Die spätbarocken Städte des Val di Noto, aufgenommen im Jahr 2002

Val di Noto
Die nach dem furchtbaren Erdbeben von 1693 vollständig wiederaufgebauten spätbarocken Städte Südostsiziliens (Caltagirone, Militello Val di Catania, Catania, Modica, Noto, Palazzolo, Ragusa und Scicli) sind das Ergebnis einer großen kollektiven Anstrengung und ein hoher künstlerischer und architektonischer Ausdruck. Die im barocken Stil der Zeit erbauten Städte des Val di Noto setzen wichtige Innovationen in Stadtplanung und Städtebau um.


5) Syrakus und die Felsnekropolis von Pantalica, aufgenommen im Jahr 2005

Necropoli Pantalica
Dieses Welterbe umschließt zwei verschiedene Stätten, die Zeugnisse der griechischen und der römischen Kultur bewahren: die Nekropolis von Pantalica und die antike Stadt Syrakus. Die Nekropolis umfasst über 5000 Kammergräber, die größtenteils aus dem 8.-7. Jahrhundert v.Chr. datieren. Die antike Stadt Syrakus schließt die Insel Ortygia ein, wo im 8. vorchristlichen Jahrhundert die erste griechische Siedlung entstand. Das Stadtzentrum birgt eine lange Reihe historischer Schätze, darunter die Überreste des Apollontempels, das Griechische Theater und das Römische Amphitheater.


6) Ätna, aufgenommen im Jahr 2013

Monte Etna
Der Ätna, der aufgrund seiner unermesslichen geologischen, wissenschaftlichen und kulturellen Bedeutung in das Welterbe der UNESCO aufgenommen wurde, ist die letzte Perle, die Sizilien zu den italienischen Kunst- und Naturschätzen beigesteuert hat. Der Vulkan wurde als Welterbe anerkannt, weil er mit seiner tausendjährigen Tätigkeit eine grundlegende Rolle im Mittelmeerraum gespielt und zu dessen geografischer Gestalt und Mythologie beigetragen hat.
 

7) Der Arabisch-Normannische Zyklus, aufgenommen im Jahr 2015
 

Der Arabisch-Normannische Zyklus,Unesco 2015

Der architektonisch Arabisch-Normannische Rundgang, Kandidat für den sozialen und kulturellen Synkretismus, der sich zwischen Palermo, Monreale und Cefalù erstreckt. Es umfasst im Ganzen neun städtische und religiöse Bauwerke, von denen sieben sich in Palermo befinden: der Königspalast mit der Pfalzkapelle, die Kirche von San Giovanni der Eremiten, die Kirche Santa Maria dell‘Ammiraglio (alias Martorana), die Kirche San Cataldo, der Palazzo della Zisa, die Brücke dell‘Ammiraglio, die Kathedrale und in Cefalù sowie in Monreale sind es die Kathedralen.
 

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